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BeitragVerfasst: 22.10.2008, 20:30 
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Hallo,
wir möchten Videokonferenzen mit unserer Firma in Manila per IP durchführen. Im Stammwerk steht eine PCS-G60 und in Manila eine PCS 1.
Die IP Verbindung erfolgt über eine VPN Verbindung (DSL). Es ist eine ziemlich schlechte Verbindung Pingzeiten 350-400 ms) Ich bin dabei per Trail+Error die optimalsten Parameter auf beiden Seiten zu finden.
Gibt es vielleicht schon sowas wie eine Tabelle wo die besten Werte (Vergleich) drinstehen. Das Ausprobieren ist relativ mühsam.

Gruss
Hans-Jürgen


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BeitragVerfasst: 23.10.2008, 10:44 
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Hallo Hans-Jürgen,

generell können 350-400ms gut funktionieren, wenn andere Parameter der Leitung in guten Bereichen liegen. Es gibt keine Tabelle und kann keine Tabelle liegen, daß sich die Parameter gegenseitig beeinflussen.

Zu hoher Jitter verursacht packet loss, zu hohe Signallaufzeiten können ebenfalls packet loss verursachen u.a.m.

Hier mal ein paar Anhaltspunkte:

Gute Verbindungen benötigen natürlich gute Verbindungsparameter. Sehr gut ist eine Leitung bei Laufzeiten von unter 70ms, einem Jitter von ca. 7ms und nur sehr vereinzelten Paketverlusten über die gesamte Nutzungszeit. Ein Konferenz mit guter Qualität erreichen Sie bei einem Jitter <15ms, einer Laufzeit von <250ms und vernachlässigbaren Paketverlusten.

Akzeptabel ist die Konferenz, wenn die Laufzeit der Pakete 350ms nicht überschreitet, der Jitter unter 20ms ist und die Paketverluste unter einem Prozent liegen. Bei einer solchen Konferenz können bereits Pumpeffekte durch partielle Verluste an Bildinformationen auftreten und die Bildrate kann 15 Bilder unterschreiten. Das normale Konferenzgeschehen bleibt davon unbeeinflusst. Die Fehler können von einigen Personen jedoch bereits als störend empfunden werden.
Mit einigen Abstrichen sind Konferenzen mit einem Jitter von 30ms, einer Laufzeit von 400ms und Paketverlusten von 1% durchzuführen. Wir haben bereits erfolgreich Konferenzen geführt, bei denen die Laufzeit über 1000 ms betrug und wir Abweichungen von der mittleren Laufzeit von 30ms hatten.

Bei diesen Parametern und Hinweisen ist jedoch wichtig, dass diese nicht isoliert zu betrachten sind. So sind etwa Paketverluste bei Videokonferenzen häufig das Ergebnis einer Laufzeitschwankung. Sobald Paketverluste angezeigt werden, ist das Kind sozusagen schon in den Brunnen gefallen. Andererseits können "echte" Paketverluste von den aktuellen Systemen gut verarbeitet werden. Alle Systeme dafür einen Mechanismus zum erneuten Senden verlorener Pakete.

Da durch Verwendung eines VPN der Overhead vergrößert wird, könnte eine direkte Verbindung über public IPs und nicht durch das VPN einen Test wert sein. Desweiteren sollte die VPN-Verbindung mindestens 20% eher 50% mehr Bandbreite generell frei haben, wie für die Videokonferenz benutzt wird.

Sollten diese Hinweise nicht zum Ziel führen, würde ich empfehlen daß Sie sich mit uns in Verbindung (040/80 81 81 - 100) setzen, damit wir detailierte Maßnahmen besprechen und ergreifen können.

Gruß Jörg Weisflog


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BeitragVerfasst: 23.10.2008, 14:17 
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Hallo Jörg,
besten Dank für ausführliche Antwort. Damit wird zumindest klar das erstmal das Netzwerk "auf Trap" gebracht werden muß bevor es an das optimieren der Parameter geht.

Ich habe mit unseren Netzleuten schon gesprochen. Das es sich um eine "einfache" DSL Verbindung handelt (Standleitung ist extrem teuer) kann wenig daran gemacht werden.

Mal sehen was zu machen ist. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Gruss
Hans-Jürgen


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BeitragVerfasst: 23.10.2008, 14:53 
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Hi Hans-Jürgen,

würde mich freuen zu hören wie es weitergegangen ist. Nachtrag - ein einfaches erheblich überdiemensioniertes SDSL kann auch eine gute Lösung werden.

Gruß
Jörg


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BeitragVerfasst: 19.11.2008, 20:35 
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Hallo Jörg,

IP technisch gibt es nichts neues. Wir müssen erstmal bei der "schlechten" ADSL Leitung bleiben.
Wir haben nun eine ISDN Leitung (384k) geschaltet und benutzen diese für VC. Das ist eine wirklich erstaunliche Qualität. Nur mit dem Echo gibt es noch Stress. Ich höre mich im eigenen TV mit 1 sec Verzögerung sprechen.
Da arbeiten wir dran (Hinweise aus dem Forum).

Nochmals Danke
Gruss
Hans-Jürgen


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BeitragVerfasst: 01.12.2008, 11:18 
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Nochmal eine Erweiterung zum gleichen Thema "eigene Stimme hören". Wir haben nun eine weiter Sony PCS G50 in Spanien (Nähe Barcelona) aufgebaut und per IP mit der (PCS G50) im Stammwerk verbunden.

Die Verbindung klappt gut, Bild OK, Ton OK -> allerdings mit dem Problem das ich (mein Gegenüber auch) mich mit 2 Sekunden Verzögerung selbst höre.

Im Forum waren einige Tipps (Audio Ausgang, Micro weit weg, etc. ) die ich überprüft habe. Alles ist so wie es soll (jedenfalls soweit mir bekannt ist). Leider kann ich eine ISDN Verbindung noch nicht prüfen (Zwecks "Sound check").

Gruss

Hans-Jürgen


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BeitragVerfasst: 01.12.2008, 12:07 
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Hallo Hans Jürgen,

die Verzögerung von 2 sec wird mit Sicherheit auf die IP-Verbindung zurückzuführen sein.

Was wir machen können - falls Ihre und die spanische G50 per public IP erreichbar sind - daß wir einen Testcall mit unserem Equipment machen und uns mal die Signallaufzeit, den packet loss und den jitter ansehen. Eigentlich sollte eine innereuropäische IP-Videokonferenz unproblematisch und mit tollen Ergebnissen möglich sein.

Gruß
Jörg Weisflog


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BeitragVerfasst: 01.12.2008, 14:19 
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Hi Jörg,

Leider nicht möglich, da die Systeme ausschließlich in unserem Netz erreichbar sind. Am Hauptstandort könnte man in ein anderes VLAN patchen, das ist dann aber über eine normale ADSL Leitung mit dem Internet verbunden (Zugang für Besucher usw.).

Wenn das zum Prüfen auch geht, könnte ich das organisieren. In Spanien gibt es so einen Anschluß nicht.

Gruss
Hans-Jürgen


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BeitragVerfasst: 01.12.2008, 15:18 
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Hi Hans-Jürgen,

wir können folgendes machen, (1) wenn Sie das System in ein anderes Subnetz patchen (ADSL), dann einen Testcall zu dem anderen System in Barcelona machen (wir haben dort übrigens ein Office...) und die gleiche Verzögerung feststellen, dann wird es wohl eher an dem DSL in Barcelona liegen. Wenn eine Verbindung über das ADSL zu uns (Testnummern siehe Posting zu Beginn jedes Unterforums) gute Ergebnisse bringt, dann verstärkt das den Eindruck, daß der Fehler in der Barcelona-Anbindung zu suchen ist.

Ein anderer Punkt (2.1) - da die Systeme innerhalb Ihres Netzes laufen - wird eine Verbindung nach Barcelona über ein VPN bewerkstelligt. Auch das VPN selbst könnte die Ursache sein - Verschlüsselung bringt größere Laufzeiten - Firewalls müssen leistungsfähig genug sein, um die Menge an Traffic zu bewerkstelligen - bitte machen Sie einen Ping innerhalb Ihres Netzes - wie ist die Signallaufzeit nach Barcelona durch Ihr Netz.

Ein weiterer Test (2.2) um festzustellen, ob VPN&Firewalls der Bottleneck sind: machen Sie einen Call mit niedrigsten Anforderungen (H.261 Video fest auf beiden Systemen testhalber einstellen und einen 128kbps Call durchführen). Läuft dieser ohne Verzögerungen - den Videocodec H.264 fest einstellen, 128k Call Bandbreite durchführen und dann mit der Bandbreite nach schrittweise nach oben gehen. So sollten Sie eine Bandbreitengrenze erfahren können, an der vorhandenes Netzwerk-Equipment den Flaschenhals darstellt.

Ich denke, Sie sollten die Reihenfolge ausprobieren: 2.1, 2.2, 1.

Gruß
Jörg Weisflog


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BeitragVerfasst: 01.12.2008, 16:32 
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Registriert: 22.10.2008, 20:18
Beiträge: 12
Sorry, vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Unser Netz nach Spanien ist kein ADSL, sondern eine direkte feste Verbindung (MPLS) ohne VPN oder sowas.

Ich werde dann mal die Tests machen. Zuerst mal mit unserem System per ADSL zu ihrer Testnummer.

Punkt 2.1 entfällt damit.
Die Pingzeiten innerhalb unseres Netzes (Server zu Server) sind zwischen 40 und 70 ms.

Das mit den verschiedenen Stufen werde ich die nächsten Tage durchführen.

Zunächst Danke
Hans-Jürgen


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